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von Gräfe [Graefe], Sammelband of rare publications on Ophthalmology / Ophthalmo

von Gräfe [Graefe], Friedrich Wilhelm Ernst Albrecht / [Provenance: Dr. Otto Simon (1873 – 1953 ?)– Exiled Jewish Ophthalmologist from Magdeburg to Cambridge]

Sammelband of rare publications on Ophthalmology / Ophthalmologie and Calabar Bean as a Remedy / The Sammelband includes: 1. [Friedrich Wilhelm Ernst Albrecht von Graefe] – “Ueber Calabar Bean” – Auszug aus einem Vortrag gehalten in der Berliner medicinischen Gesellschaft am 24.Juni, 1863. 3 pages / 2. [Friedrich Wilhelm Ernst Albrecht von Graefe] – Vorträge aus der Gräfe’schen Klinik, zusammengestellt und mitgetheilt von Dr.Engelhardt – I. Ueber Amblyopie und Amaurose (p.129 – p.144 aus dem Monatsblatt fuer Augenheilkunde, 1865) / 3. Vorträge aus der Gräfe’schen Klinik – Fortsetzung: Heilbare Form congestiver Amblyopie mit normalem Gesichtsfeld – (p.193 – p.275 aus dem Monatsblatt fuer Augenheilkunde, 1865) / 4.[Friedrich Wilhelm Ernst Albrecht von Graefe] – Ueber v. Hasner’s Kritik der Linearextraction. – Separat-Abdruck aus den Klinischen Monatsblaettern fuer Augenheilkunde (Januar-Heft). Rostock, Carl Boldt, 1868. 20 Seiten / 5. [Friedrich Wilhelm Ernst Albrecht von Graefe] – Noch ein Wort an den Verfasser der “Neuesten Phase”. (p.259 – 269)//.

Rostock u.a., Carl Boldt u.a., c. 1863 – 1868. Octavo. Private Hardcover with original offprints and pamphlet bound in. Very good condition with only minor signs of wear. Extremely scarce and early publications by the pioneer of German ophthalmology.

Friedrich Wilhelm Ernst Albrecht von Graefe (* 22. Mai 1828 in Berlin; † 20. Juli 1870 ebenda) war ein deutscher Augenarzt, königlich preußischer Geheimer Medizinalrat und ordentlicher Professor der von ihm reformierten Augenheilkunde an der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin. Er begründete in Deutschland das Fach der Augenheilkunde oder Ophthalmologie, die bis dahin zur Chirurgie gehörte.
Albrecht von Graefe entstammt einer sächsischen Familie und war der Sohn des königlich preußischen Geheimen Medizinalrats und Generalstabsarztes der Armee Carl Ferdinand von Graefe (1787–1840), ordentlicher Professor der Medizin und Chirurgie sowie Gründungsdirektor der Chirurgischen Klinik der Universität Berlin, und dessen Frau Auguste von Alten (1797–1857). Vater Carl Ferdinand war erst am 2./14. Februar 1826 in Sankt Petersburg in den polnischen erblichen Adelsstand erhoben worden mit preußischer Adelsanerkennung am 16. November 1826 in Berlin. Albrecht von Graefe war ein Patenkind des preußischen Königs Friedrich Willhelm III. Graefes Geburtshaus war die 1824 von Karl Friedrich Schinkel erbaute Villa Finkenherd in Berlin-Tiergarten, die ab 1880 das bekannte Ausflugslokal „Charlottenhof“ beherbergte und 1943 den Bomben des Zweiten Weltkriegs zum Opfer fiel. An seiner Stelle wurde 1970 aus Anlass des hundertsten Todestages Albrecht von Graefes eine Gedenkstele errichtet, auf der zu lesen ist: „Hier stand der Finkenherd, das Geburtshaus Albrecht von Graefes, geb. 22. Mai 1828, gest. 20. Juli 1870“.

Albrecht von Graefe besuchte das Französische Gymnasium und studierte ab 1843 Medizin, Mathematik, Physik und Chemie in Berlin. Zu seinen Lehrern gehörten Lukas Schönlein, Emil du Bois-Reymond, Rudolf Virchow und Johann Christian Jüngken. Seine Dissertation mit dem Titel De bromo ejusque praesipuis praeparatis verfasste Graefe 1847 (auf Lateinisch) bei Johannes Müller. Danach war er Assistenzarzt in Prag, wo er begann, sich ganz der Augenheilkunde zu widmen. Als seinen ersten Lehrer auf augenheilkundlichem Gebiet nennt Graefe Ferdinand von Arlt, welchem er in Prag erstmals im Herbst 1848 begegnete.

Er lernte weiter in Paris (bei Sichel und Desmarres), Wien (bei Friedrich Jäger von Jaxtthal) und London (bei William Bowman und George Critchett (1817–1882)) und kehrte 1852 nach Berlin zurück, wo er sich im selben Jahr für Chirurgie und Augenheilkunde habilitierte und eine private Augenklinik mit 120 Betten eröffnete, die sowohl in der Praxis wie auch in der Forschung alsbald Weltruhm genoss. Bei der Behandlung war Graefe außerordentlich sozial eingestellt, da er keinen Unterschied hinsichtlich der sozialen Schichten machte – nicht zuletzt deshalb nannte ihn sein Schüler Julius Hirschberg in einem Nachruf einen „Apostel der leidenden Menschheit“.

Zwei Jahre später, 1854, gründete er mit dem „Archiv für Ophthalmologie“ die erste augenärztliche Fachzeitschrift. Gemeinsam mit dem österreichischen Ophthalmologen Ferdinand von Arlt und dem niederländischen Physiologen Frans Cornelis Donders fungierte Graefe als Herausgeber. Zudem verfasste er zahlreiche wissenschaftliche Aufsätze. Er brachte die sich formierende Augenheilkunde mit anderen medizinischen Disziplinen dadurch in Verbindung, dass er die Zusammenhänge zwischen Augenleiden und inneren oder neurologischen Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Nierenleiden oder Hirntumoren (Stauungspapille) aufdeckte. Im Jahr 1858 wurde Graefe zum Mitglied der Leopoldina gewählt. 1868 wurde Graefe Direktor der augenärztlichen Abteilung der Charité und war besonders erfolgreich bei der Behandlung des Grünen Stars und des von ihm schon zuvor ntersuchten Schielens (Strabismus). Ab 1866 wirkte er zudem als Ordinarius an der Universität Berlin. Die von Graefe entwickelte Operationstechnik, „modifiziert lineare Extraktionsmethode“, des grauen Stars war Grundlage für die Operationsmethoden dieser Erkrankung bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts. Bis dahin war das von ihm eingeführte schmale Starmesser, „Graefe-Messer“, zur Eröffnung des Auges in Gebrauch. Mehr als 10.000 Augenoperationen soll er durchgeführt haben. Zu seinen bedeutenden Leistung zählt auch die Empfehlung der Iridektomie bei Glaukom. Verschiedene Fachbegriffe tragen den Namen des Mediziners, wie beispielsweise das „Graefe-Syndrom“, der „Graefe-Fleck“ oder der „Graefe-Reflex“. Auch die konsequente Anwendung des von Helmholtz entwickelten Augenspiegels geht auf ihn zurück. Damit schuf er die Diagnostik der Augenkrankheiten des Augenhintergrundes (Aderhaut, Netzhaut, Sehnerv) und damit eine genauere Identifizierung der als Amblyopie bezeichneten Augenleiden. 1857 fand der erste Kongress der späteren „Deutschen ophthalmologischen Gesellschaft“ (ab 1920 so benannt) in Heidelberg statt, der von Graefe initiiert wurde.

Als Lehrer Johann Friedrich Horners gab Graefe den Anstoß zur Entwicklung der Ophthalmologie in der Schweiz. Von 1859 bis 1869 kam Graefe regelmäßig im September zur Erholung ins ausserrhodische Heiden und operierte Augenkranke aus aller Welt. Das Hotel Freihof verwandelte sich während seiner Anwesenheit in eine Augenklinik. Graefe trug entscheidend zum Aufschwung Heidens als Kurort bei. Ihm zu Ehren wurde im Waldpark ein Gedenkstein aufgestellt.

Zu Albrecht von Graefes Schülern gehörten unter anderem Karl Schweigger und Theodor Leber, die sich bei ihm habilitierten, sowie von Zehender, Hermann Schmidt-Rimpler, Julius Jacobson, Alfred Graefe (Albrecht von Graefes Cousin), Theodor Saemisch und Wilhelm Manz (1833–1911). Albrecht von Graefe starb 1870 im Alter von nur 42 Jahren in Berlin an Lungentuberkulose. (Wikipedia)

EUR 2.800,-- 

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