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Franz Rosenzweig - Der Stern der Erlösung [Hand-Exemplar des Walter Benjamin-Freundes Florens Christian Rang].

7572. [Walter Benjamin Collection] – [Rang, Florens Christian / Benjamin, Walter] Rosenzweig, Franz.

Der Stern der Erlösung [Personal copy of Walter Benjamin’s friend “Florens Christian Rang” / Persönliches Exemplar aus der Bibliothek des Walter Benjamin-Freundes “Florens Christian Rang”. Voll signiert von Rang auf dem Titelblatt. Besitzvermerk von Florens Christian Rang in Tinte. Mit sehr interessanten Text-Markierungen in Buntstift und Bleistift, sowie zwei Annotationen zu Text-Verweisen im hinteren Einbanddeckel [hier kann nicht einwandfrei gesagt werden ob alle Anstreichungen von Rang sind da es zwei Formen von Anstreichungen gibt / Rang selbst hat nachweislich auch mit Buntstift markiert]. Die Handschrift mit dem Textverweis im Innendeckel deckt sich nicht mit online verfuegbaren Schriftproben Rang’s (siehe Abbildungen auf der Webseite des Florens Christian Rang Archivs)]. Bedeutender Fund für die Florens Christian Rang-Forschung da Walter Benjamin beide, Franz Rosenzweig und Florens Christian Rang, in seinem Essay, “Privilegiertes Denken – Zu Theodor Haeckers Vergil”, in einem Atemzug als bedeutende Kämpfer “gegen die Idolatrie des Geistes” nennt. Leider wird Benjamin’s Erwähnung von Rosenzweig und Rang oft nur verkürzt zitiert obwohl Benjamin in seinem Essay [1932] zu Haecker’s Vergil-Polemik noch einen Schritt weitergeht und die Bedeutung von entschärfenden, informierten und kompetenten Stimmen wie Rosenzweig und Rang hervorhebt. Benjamin schreibt in der wichtigen Passage: “Es ist nicht unsere Schuld, wenn der Verfasser [Haecker] das realpolitische Äquivalent seiner »Idee des Men­schen« in so peinliche Nähe rückt: jenes, im drastischen Sinne privilegierte, Verständnis der nichtabendländischen Völker, welches gekennzeichnet ist durch das Ineinanderwirken von Ausbeutung und Mission. So pflegt nun einmal die Kontrebande auszuschauen, die in das Musselin des reinen Geistes gewickelt, die Reisenden nach Wolkenkuckucksheim mit sich führen. Am allerwenigsten sollte die Theologie ein solches Wolkenkuckucksheim sein. Es sind denn auch in der Tat theologische Denker gewesen, die gerade in unserer Generation erschienen, um den Kampf gegen die Idolatrie des Geistes aufzunehmen: der Jude Franz Rosenzweig von der Sprache, der Protestant Florens Christian Rang von der Politik her. Nun hält allerdings auch Haecker sich für einen Sprachdenker so gut wie er ein Politiker ist, wennschon er vielleicht vorzieht, nicht dafür zu gelten. Aber das eben schließt ihn aus der Reihe der echten theologischen Denker aus, daß er die Philosophie der Sprache wie der Politik vom Geiste aus handhaben zu können meint, ohne weder mit der Philologie noch mit der Ökonomie näher sich einzulassen. Freilich – und so erst rückt der Sachverhalt ins rechte Licht – bei Rosenzweig und vollends bei Rang handelt es sich um häretisch gestimmte Männer, denen es nichts Unmögliches ist, die Tradition auf ihrem eigenen Rücken zu befördern, statt sie seßhaft zu verwalten.″ Die zahlreichen und sehr aufschlussreichen Anstreichungen in Rosenzweig’s Werk, bestätigen Benjamin’s Auffassung, da Sie uns erlauben Rang’s Transformierung vom Nationalisten zum politisch moderat eingestellten Konservativen, teilweise nachvollziehen zu können. Die Publikation Rosenzweigs fällt ausserdem in die kritische Phase von Rang’s Wandlung. Die “Deutsche Bauhütte”, Rang’s publizistisches Testament seiner Entfernung vom Nationalismus, erschien nur drei Jahre später. Die vorliegende Ausgabe ist eindrucksvoller Nachweis für die immer neue Bereitschaft Rangs zur völligen Aufgabe seiner Ideale und zur Offenheit gegenüber einem philosophischen und politischen Erweckungserlebnisses, begonnen mit der Abkehr vom Christentum und vollzogen mit der Lektüre des Magnum Opus eines jüdischen Philosophen dessen Werk er mit seinem Besitzeintrag für sich ganz privat legitimiert. Zum Zeitpunkt der Lektüre von Rosenzweig’s “Stern der Erlösung”, hatte Rang bereits durch Mitarbeit im Forte-Kreis seine wilhelminischen “Phantasmagorien einer preussischen Religion” [Christine Holste – “Der Forte-Kreis 910 – 1915”] abgelegt und war durch solch disperaten Kontakte wie zu Martin Buber und Gustav Landauer ein Kandidat für eben jene Evolution die Benjamin in ihm spüren musste. Benjamin, der Rang nicht nur persönlich kannte sondern ihn auch “erkannte”, schrieb an Scholem, dass er „seltsamerweise […] diesem Mann, ebenso wie seine Unterstützung und Bestätigung, das zu danken vermochte und danken mußte, was ich von deutscher Bildung Wesentlichstes in mich aufgenommen habe. Denn nicht nur, daß in diesem Bereiche die Hauptgegenstände unserer beharrlichen Betrachtung fast sämtlich dieselben waren – das Leben, das in diesen großen Gegenständen lebt, habe ich menschlich ganz allein in ihm lebendig gesehen, ausbrechend mit desto mehr vulkanischer Gewaltsamkeit, als es unter der Kruste des übrigen Deutschland erstarrt lag. Wenn ich mit ihm sprach, war nicht sowohl Harmonie in unsern Gedanken, als daß ich, wetterfest und athletisch, an dem unmöglichen, zerrissenen Massiv der seinigen mich versuchte und oft genug eine Zinne mit weitem Ausblick auf eigne unerschlossne Gedankenbereiche gewann. Sein Geist war von Wahnsinn durchzogen wie ein Massiv von Schluchten. Aber durch die Moralität dieses Mannes gewann Wahnsinn keine Macht über ihn.” / Of utmost interest for the evaluation of Rang’s development from nationalist to empathetic centrist. Benjamin famously mentions both, Florens Christian Rang and Franz Rosenzweig as equally important influences for his Generation in “fighting the Idolatry of the Spirit/Mind”. This makes Rang’s personal copy of Rosenzweig’s masterpiece an enormously interesting find; possibly even a key to Rang’s ideological and religious transformation].

Erste Ausgabe. Frankfurt am Main, J.Kauffmann Verlag, 1921. Oktav (16 cm x 22,5 cm). 532, [2] Seiten. Hardcover / Originaler Verlagseinband mit illustriertem und beschriftetem Einbanddeckel. Die seltene Publikation, aus der Bibliothek von Florens Christian Rang, wurde mit einem neuen Einbandrücken versehen und das originale Rückenschildchen wurde neu aufgezogen. Die Bindung ist firm, die originalen Vorsatzblätter wurden erhalten. Das sonst notorisch schlecht erhaltene Papier der Publikation, hier generell in aussergewöhnlich guter Erhaltung; allerdings mit einigen kleineren Schäden: Kleine Einrisse ohne Textverlust auf den Seiten 7-8 / Sehr feine Einrisse ohne Textverlust auf den Seiten 207 – 210 / Unschöne Ausrisse mit nur geringem Textverlust am Rand der Seiten 409 – 414.

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Gilpin / Castle Freke Library - Observations Relative Chiefly to Picturesque Beauty, Made in the Year 1776

7577. Gilpin, William. [Castle-Freke Library Bookplates]

Collection of four Volumes (bound in two) by Gilpin – All from the historical library at Castle Freke (Castlefreke, West Cork / Ireland). The Volumes include: I. & II. Observations Relative Chiefly to Picturesque Beauty, Made in the Year 1776, on Several Parts of Great Britain; particularly the High-Lands of Scotland. [Second Edition, with an “Account of the Prints” bound to the rear] / III. Observations on the River Wye and several Parts of South Wales &c. relative chiefly to Picturesque Beauty; Made in the summer of the Year 1770 (Third Edition). / IV. An Essay on Prints – [″The chief intention of the following work was to put the elegant amusement of collecting prints, on a more rational footing; by giving the unexperienced collector a few principles and cautions to assist him”] (Fourth Edition with the printed dedication “To the Honorable Horace Walpole in Deference to his Taste in the Polite Arts; and the Valuable Researches he has made to improve them; the following work is inscribed by his most obedient and very humble servant, William Gilpin”). [Volumes I & II with 40 original illustrations and vintage 18th century maps [correctly 39 illustrations and one table], for example of Loch Lomond and the Firth of Forth/ all illustrations are vintage mezzotint-plates].

Mixed Editions. Four Volumes (bound in two). London, Printed for R. Blamire, Strand, 1792. Octavo. Pagination: Volume I: XI, [1], 221 pages with 24 mezzotints / Volume II: 195, XVI pages with 16 mezzotints and an “Account of the Prints” as well as “Translations of Latin Passages” / [Volume III]: [River Wye]: XVI, 152 pages with 16 (of 17) full – page mezzotints / [Volume IV]: [An Essay on Prints]: XIII, [3], 174 pages plus XI pages Index and 1 page Errata. Hardcover / Early 19th century quarter – morocco with gilt lettering and ornament on spine. Both volumes bound in unison. Very good + condition with only minor signs of external wear. Pages 185 – 191 of Volume I with some stronger browning. Otherwise the interior very clean. All mezzotints in very good or even better condition. This is the original copy from the historical Castle-Freke Library in West Cork (Ireland), with two armorial bookplates to front and rear pastedown with the family’s motto ‘Pro Patria’. With two pages of manuscript annotations by a contemporary hand with a reference between the common name “Tarbet” in Scotland and a place-name in County Kerry in Ireland” (pages 13 of Volume II) / another entry is on page 12 of Volume II regarding the name-sake “Loch-Loung” for a Lake of ships in Scotland and Ireland.

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Hans Jonas / Henry David Aiken, Typed letter, signed by German-born, American Jewish philosopher Hans Jonas

7579. Aiken, Henry David / [Hans Jonas] / Quine, W.V.O.

Typed letter, signed by German-born, American Jewish philosopher Hans Jonas, loosely inserted in Henry David Aiken’s pamphlet “God and Evil: A Study of Some Relations Between Faith and Morals”. The Essay by Aiken is inscribed and signed by Aiken in a sarcastic manner: “To God, from one of his congregation – Shem”. In the letter, Jonas reflects on two pages on an evening with Henry David Aiken and his then wife Lillian Woodworth. In his letter to Aiken, Hans Jonas reports back to Aiken after reading his essay [″God and Evil”] and calls it “a beautiful piece of work – in style and content worthy of your “master” who wrote on natural theology….”. Jonas goes on encouraging Aiken: “you are also dead wrong n not publishing a collection of your essays in ethical theory. If your pal Quine can do it “from a logical point of you [sic]”, so can you “from a moral point of view”. Jonas also mentions “that it is worth writing about the ancient problem opf a theodicy in a contemporary context”. [The Essay is n Offprint from Ethics, An International Journal of Social, Political and Legal Philosophy, Volume LXVIII, No. 2].

New York / Washington, DC, 1958. 16,8 x 24 cm. 21 pages (pages 77-97 of the Journal) plus two page-letter (on one leaf), signed by Hans Jonas Original Offprint / Original TLS (Typed letter signed). Very good+ condition. Stapled. Only minimal signs of staining. The letter also discusses a Reference for one “Ed Sayles” and Jonas suggest that Aiken writes “casual but fairly strong” to Howard R. Bartlett, professor of history and head of the Department of Humanities at MIT.

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