Fleckenstein, Sonderdruck-Sammlung / Kleinschriften-Sammlung / Offprint-Collecti

Fleckenstein, Josef.

Sonderdruck-Sammlung / Kleinschriften-Sammlung / Offprint-Collection of Prof.Dr.Josef Fleckenstein, one of the worlds most eminent historians for the medieval period / middle Ages (Mittelalter), and especially the development and background of knights, knighthoods, chivalry. The collection includes roughly 5000 (fivethousand) offprints and pamphlets in 166 folders, alphabetized, neatly sorted and assisted by a special, old-fashioned card catalog. Most of the offprints and pamphlets were sent to Prof.Fleckenstein by international colleagues in his field of medieval studies, history and related studies. The majority of the publications are in german but many are also in italian, french and english as well. Many of the publications are signed and beautifully inscribed to Fleckenstein.

Germany, different publishers, c.1960 – 2002. Octavo. More than 100000 pages (onehundredthousand pages). Original Softcovers. Very good condition with only minor signs of external wear. Ask for images. Price includes international shipping per courier.

Josef Fleckenstein (* 18. Februar 1919 in Kämmeritz bei Querfurt; † 4. November 2004 in Göttingen) war ein deutscher Historiker, der die Geschichte des frühen und hohen Mittelalters erforschte. Nach Professuren in Frankfurt (1962–1965) und Freiburg (1965–1971) leitete er von 1971 bis 1987 das Göttinger Max-Planck-Institut für Geschichte. Seine 1959/66 erschienene zweibändige Arbeit über die Hofkapelle der deutschen Könige wurde zum Standardwerk in der Mittelalterforschung. Jahrzehntelang beschäftigte er sich mit der historischen Entwicklung des Rittertums.
Josef Fleckenstein legte 1939 das Abitur in Mainz ab. Er studierte Geschichte 1940/41 in Leipzig bei Hermann Heimpel und in Halle bei Martin Lintzel. Während des Studiums war er im Reichsarbeitsdienst und in der deutschen Luftwaffe tätig. In Nordafrika geriet er 1943 für mehrere Jahre in Kriegsgefangenschaft. Das Studium der Geschichte, Germanistik, Kunstgeschichte und lateinischen Philologie konnte er erst im Sommersemester 1948 in Mainz und seit 1949 in Freiburg wieder aufnehmen. Heimpel und Gerd Tellenbach waren seine wichtigsten akademischen Lehrer. In Freiburg wurde er 1952 mit einer Arbeit über die Bildungsreform Karls des Großen bei Tellenbach promoviert. In den fünfziger Jahren beteiligte er sich an den Forschungen seines Lehrers Tellenbach im „Freiburger Arbeitskreis“ über den frühmittelalterlichen Adel. 1958 folgte in Freiburg die Habilitation über „Die Hofkapelle der deutschen Könige“. 1960 ging er für ein Jahr als Lehrstuhlvertretung an die Georg-August-Universität Göttingen. 1962 erhielt Fleckenstein einen Ruf auf eine ordentliche Professur nach Frankfurt, 1965 als Nachfolger Tellenbachs nach Freiburg. Von 1971 bis 1987 stand er in der Nachfolge Heimpels als Direktor der Mittelalterabteilung des Max-Planck-Instituts für Geschichte in Göttingen vor, wo er von 1971 bis 1987 auch eine Honorarprofessur an der Philosophischen Fakultät der Universität innehatte. Seine bedeutendsten akademischen Schüler waren Lutz Fenske, Werner Rösener und Thomas Zotz. Nach seiner Emeritierung 1987 lehrte Fleckenstein im Wintersemester 1988/89 als Gastprofessor in Zürich. Nach langer Krankheit starb Fleckenstein nur wenige Monate nach seiner Frau am 4. November 2004 in Göttingen.

Sein zentrales Forschungsgebiet war das Mittelalter. Ihm ging es vor allem um das Mittelalter als „das Zeitalter des europäischen Beginns“, um die „Grundlegung Europas, seine innere Differenzierung und die wechselvolle Spannung, die sich aus dem Mit- und Gegeneinander der in ihm angelegten gesamteuropäischen und nationalen Kräfte ergibt“. Fleckensteins Forschungsschwerpunkte waren die Karolingerzeit, die mittelalterliche Reichskirche und das Rittertum. In seiner Dissertation befasste er sich mit der karolingischen Bildungsreform. Frühe Arbeiten widmeten sich dem Hof Karls des Großen. In der Fachwelt verschaffte ihm das aus seiner Habilitation hervorgegangene und in der Tradition der prosopographischen Forschungen Tellenbachs stehende, zweibändige Werk Die Hofkapelle der deutschen Könige (1959/1966) hohes Ansehen. Die Darstellung untersuchte die Rolle dieser Institution in der ottonisch-salischen Reichskirche bis 1056. Fleckenstein postulierte ein Modell einer hierarchisch gestuften Kanzlei mit einem Erzkanzler an der Spitze. Nach Fleckenstein wurde die Hofkapelle unter Otto I. zur „Zentrale der Reichspolitik“ und zu einem „Zentrum der Reichskirche“ ausgebaut. Die Annahme eines ottonisch-salisches Reichskirchensystems wurde durch den Aufstieg zahlreicher Mitglieder aus der Kanzlei ab den 950er Jahren zu Bischöfen bestärkt. Als „Prototyp des ottonischen Reichsbischofs“ wurde dabei Brun, der Bruder Ottos des Großen, angesehen. Diese Forschungen führten zu zahlreichen allgemeineren Darstellungen. Kritik an der Vorstellung eines Reichskirchensystems äußerte 1982 Timothy Reuter. Die Vorstellung eines ottonisch-salisches Reichskirchensystems wird in der heutigen Forschung deutlich kritischer beurteilt.

Seine 1962 veröffentlichte Monographie über Karl den Großen wurde in das Holländische und Italienische übersetzt. Seine Abhandlung Grundlagen und Beginn der deutschen Geschichte (1974) erschien auch in englischer Übersetzung. Im klassischen Handbuch der deutschen Geschichte (dem „Gebhardt“) verfasste er außerdem den Abschnitt über die Ottonenzeit im dritten Band der Neuauflage von 1970. Seine Darstellung war noch von der Lehre des 19. Jahrhunderts geprägt: Alle Aktivitäten des Königs waren in Fleckensteins Sicht darauf ausgerichtet, die eigene Macht gegenüber Adel und Kirche zu stärken. In Göttingen widmete sich Fleckenstein hauptsächlich der Rittertumsforschung. Aus dieser Beschäftigung gingen zahlreiche Einzelstudien und die Sammelbände „Herrschaft und Stand“, „Das ritterliche Turnier im Mittelalter“ und „Curialitas“ hervor. Fleckenstein wurde durch seine Studien zum führenden Experten der ritterlich-höfischen Kultur und prägte die deutsche und internationale Forschung nachhaltig. Eine umfassende Darstellung zur Geschichte des Rittertums im Mittelalter konnte er aber nicht mehr anfertigen. Außerdem verfasste er zahlreiche Lebensbilder bedeutender Historiker des 20. Jahrhunderts.

Fleckenstein war vielfach in der Wissenschaftsorganisation tätig. Er war von 1978 bis 1980 und von 1982 bis 1984 Vizepräsident sowie von 1980 bis 1982 und wieder von 1984 bis 1986 Präsident der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen. Im Konstanzer Arbeitskreis für mittelalterliche Geschichte war Fleckenstein von 1968 bis 1971 Vorstandsvorsitzender und bis 1993 im Vorstand des Arbeitskreises tätig. Er war Mitglied im Senat und Hauptausschuss der Deutschen Forschungsgemeinschaft sowie Mitglied und zeitweise Vorsitzender in der Überleitungskommission beim Kultusministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Fleckenstein war Mitglied der Gründungskommission für das Lehrfach Geschichte an der Universität Rostock.

Zahlreiche wissenschaftliche Mitgliedschaften und vielfältige Ehrungen unterstreichen seine wissenschaftliche Reputation in der Fachwelt. Er war ab 1958 Mitglied in der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg und wurde 1965 als Mitglied in den Konstanzer Arbeitskreis für mittelalterliche Geschichte aufgenommen. Er wurde Mitglied der Zentraldirektion der Monumenta Germaniae Historica (1968), Mitglied der British Academy (1971), ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen (1973), Mitglied der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen (1977), korrespondierendes Mitglied der Hollandsche Maatschappij der Wetenschappen (1980), korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (1982) sowie auswärtiges Mitglied der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt (1995). Ihm wurde 1987 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik verliehen. Im Jahr 1994 erhielt Fleckenstein die Carl-Friedrich-Gauß-Medaille der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft. Zum 65. Geburtstag wurde ihm eine Festschrift und aus Anlass seines 70. Geburtstages eine Aufsatzsammlung gewidmet. (Quelle: Wikipedia)

EUR 12.800,-- 

Sonderdruck-Sammlung / Kleinschriften-Sammlung / Offprint-Collection of Prof.Dr.Josef Fleckenstein
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